Leukämie

Allgemeines

Leukämie, auch Blutkrebs genannt, ist eine schwere Erkrankung des Gewebes in Knochenmark, Milz und Lymphknoten. Bei einer Leu-kämie werden vermehrt funktionsunfähige, unreife weisse Blutkörperchen gebildet, die sich im Knochenmark verteilen und dort die übliche Blutbildung verdrängen.

Jährlich erkranken mehr als 1’000 Menschen an Leukämie in der Schweiz. Dies entspricht etwa 3% aller Krebserkrankungen.

Leukämie ist die häufigste Krebsart, an der Kinder erkranken, sie kann jedoch auch im fortgeschrittenen Alter auftreten. Fast jedes dritte an Krebs erkrankte Kind leidet an Leukämie.

Symptome

Generell unterscheidet man zwischen akuten und chronischen Leukämien. Chronische Leukämien sind im Anfangsstadium eher symptomlos und bleiben oft monate- bis jahrelang unentdeckt. Akute Leukämien, an denen vor allem Kinder erkranken, sind lebensbedrohliche Erkrankungen, die unbehandelt in wenigen Wochen bis Monaten zum Tode führen. 
Häufig beobachtete Symptome bei einer Leukämie sind einerseits allgemeine Krankheitssymptome wie Müdigkeit, Fieber, Blässe, Atemnot und verminderte Leistungsfähigkeit. Andererseits kann es zu häufigem Nasenbluten, schwer stillbare Blutungen bei Verletzungen und blauen Flecken kommen.
Die Symptome können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, weshalb für eine Diagnose immer die Zusammensetzung des Blutes und meistens auch des Knochenmarks untersucht werden muss.

Therapie und Stammzellspende

Sobald Leukämie diagnostiziert wird, beginnt man in der Regel schnell mit der Therapie.

Je nach Erkrankungsart und -verlaufen werden unterschiedliche Behandlungsarten verwendet, unter anderem Chemo- und/oder Strahlentherapien, sowie Knochenmark- und/oder Stammzelltrans-plantationen. Bei der Transplantation unterscheidet man zwischen der autologen Transplantation, bei der Stammzellen des Betroffenen selbst transplantiert werden, und der allogenen Transplantation, bei der der Betroffene Stammzellen von einer fremden Person erhält.

Lange Zeit konnte man die Stammzellen nur direkt durch eine Knochenmarkpunktion gewinnen. Seit den 1980er Jahren ist auch eine Gewinnung von Blutstammzellen aus dem Blutkreislauf möglich. Dabei werden einem Spendenen einige Tage vor der Entnahme Wachstumsfaktoren verabreicht, damit sich die Stammzellen im Knochenmark vermehren und in den Blutkreislauf abgegeben werden. Dem Spenden werden dann in beiden Armen venöse Zugänge gelegt. Das Blut wird aus einem Zugang entnommen, anschliessend werden die Blutstammzellen herausgefiltert, ehe das übrige Blut über den zweiten Zugang wieder dem Körper zugeführt wird. So entsteht kein nennenswerter Blutverlust. Der gesamte Vorgang kann zwischen drei und sechs Stunden dauern.

Wie helfen?

Bei vielen Leukämie-Erkrankungen ist eine reine Chemo- und Strahlentherapie nicht ausreichend und die Betroffenen benötigen zusätzlich eine Blutstammzellspende. Die Chance, hierfür einen geeigneten Spender innerhalb der Familie zu finden, liegt nur bei 20-30%, weshalb die Betroffen in den meisten Fällen auf einen fremde spendende Person angewiesen sind.
Hierfür müssen die Gewebemerkmale von der spendenen und empfangende Person möglichst identisch sein, was sehr selten ist. So können in der Schweiz jährlich nur etwa 60 potentiell spendende Personen identifiziert werden. 
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Wichter Hinweis

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Für die Beantwortung individueller Fragen, setze dich bitte mit deinem Hausarzt in Verbindung.